Google Caffeine Schub und die Auswirkungen auf die SEO Welt
Googles Umbauarbeitung im Zuge der Caffeine Umstellung sind nun abgeschlossen. Eigenen Aussagen zur Folge habe sich durch die neue Technik, die seit dem Spätsommer 2009 Schritt für Schritt implementiert wurde, am Suchalgorithmus – bekanntlich die Grundlage für alle SEO Aktivitäten schlecht hin – nichts geändert. Caffeine sei lediglich eine überarbeitete Version des Suchindex.
Schon 2008 fanden im besagten Index etwa eine Billiarde Links Platz. Durch den hinzugekommenen Social Media Sektor sowie stetig neuen Content, dürfte diese Zahl mittlerweile um einiges größer geworden sein. Bekannt ist nur, dass die verwendete Datenbank bereits knapp 100 Millionen GByte an Speicher belegt und täglich geschätzte mehrere hunderttausend GByte dazukommen.
Bisweilen wurden die Inhalte in mehrere Schichten aufgeteilt, die wiederum in verschiedenen vorher definierten Zeitabständen aktualisiert wurden. Nachdem im Internet allerdings im Sekundentakt neue Inhalte hinzukommen, wird nun das weltweite Netz als solches in mehrere kleine Häppchen aufgeteilt, die durchgehend aktualisiert werden. Sinn des Ganzen ist es, die Suchergebnisse noch zeitnaher zu machen.
Matt Cutts erklärt die neue Vorgehensweise anhand eines schönen Vergleichs: So mussten Webseiten bislang etwa 20 Minuten auf den Bus warten. Nun warte beim Verlassen der Haustüre bereits eine Limousine. Die Limousine heißt bei Google Google File System 2 (kurz GFS 2).
Wie bereits eingangs erwähnt, habe sich am Suchalgorithmus nichts verändert. Tatsache ist allerdings, dass einige Webseiten Betreiber veränderte Rankings im Zuge der Umstellung festgestellt haben. Dies dürfte vor allem damit zusammenhängen, dass durch die verkürzten Indizierungsabstände immer mehr Informationen in den Index aufgenommen werden und sich auf diesem Weg die Suchergebnisse indirekt verändern. Besonders veraltete oder wenig aktuell gehaltene Webseiten dürften in diesem Zusammenhang von Ranking Verlusten betroffen sein.
Dabei haben bereits geringe Veränderungen große Auswirkungen auf den über die Google SERPs generierten Traffic. So bedeutet ein Abrutschen von Platz Eins auf Platz Zwei bereits eine Halbierung der Besucherzahlen. Die größte prozentuale Veränderung kann zwischen dem letzten Platz auf Seite Eins und dem ersten Platz auf Seite Zwei festgestellt werden. Gelingt hier der Sprung, kann mit einem 143prozentigen Anstieg des Traffics gerechnet werden.
Aktuelle Studien bestätigen zudem die Wichtigkeit eines Top Rankings: 68 Prozent der Suchmaschinen User interessieren sich nur für Links auf der ersten Seite. Ganze 92 Prozent davon konzentrieren sich lediglich auf die ersten drei Suchergebnisse.
Empfehlungen von SEOs
Damit negative Auswirkungen durch die Caffeine Umstellung umschifft werden können, raten SEO Experten zu den folgenden Maßnahmen:
1. SERPs beobachten
Um etwaige Veränderungen nicht zu übersehen, müssen die SERPs einer ständigen Kontrolle unterzogen werden. Nur wenn Veränderungen schnell und sicher erkannt werden, kann auch dementsprechend darauf reagiert werden.
2. Auf HTML5 umsteigen
Anfang Juni ließ Matt Cutts auf der SMX Advanced Search Conference verlauten, dass bei der Caffeine Umstellung nach Mitteln und Wegen gesucht wurde, das sogenannte HTML Parsing zu verbessern. Indirekt kann darauf geschlossen werden, dass wohl auch HTML5 damit gemeint war. Über die optimierte Struktur, welche beispielsweise zusätzliche Tags für Content-Typen und Navigation beinhaltet, kann die Suchmaschine die Webseite einfacher in Einzelteile zerlegen (prasen) und hinsichtlich der relevanten Inhalte auswerten.
3. Optimierung sozialer Signals
Laut Cutts sei ein weiterer sehr interessanter Aspekt von Google Caffeine die Möglichkeit, zusätzliche Informationen zu den indizierten Dokumenten zu speichern. Zu diesen Signals gehören unter anderem die Anzahl der Backlinks, oder aber die Ladezeit der Webseite. Zudem sind sich viele Experten darüber einig, dass künftig auch Signals aus sozialen Netzwerken eine große Rolle spielen werden, wie etwa Likes auf Facebook oder Links in Twitter.
4. PubSubHubbub verwenden
Googles Zukunftsvision ist klar: die Echtzeitsuche. In diesem Zusammenhang konnte durch Caffeine bereits eine 50prozentige Steigerung der Aktualität der Suchergebnisse erreicht werden. Vor allem durch die kürzlich erst eingeführte Integration von Facebook Statusnachrichten und aktuellen Tweets wird die Schwäche Googles für brandaktuelle Inhalte deutlich. Über das Protokoll PubSubHubbub können Webseiten Betreiber selbst dafür sorgen, dass neue Inhalte schneller bei Google eingespeist werden.
5. Alle Kanäle nutzen
Um optimale Ergebnisse erzielen zu können, müssen alle Kanäle der Universal Search abgedeckt werden. Der Fokus muss von den Textlinks auf Bilder, Videos, News und alle anderen beteiligten Formate ausgedehnt werden.
Wie so häufig kann also auch Google Caffeine als Chance und weniger als Bedrohung gesehen werden. Grundlage ist allerdings, dass man sich aktiv mit den neuen Themen auseinandersetzt und den Anschluss nicht verpasst.
Quelle: ibusiness
Schon 2008 fanden im besagten Index etwa eine Billiarde Links Platz. Durch den hinzugekommenen Social Media Sektor sowie stetig neuen Content, dürfte diese Zahl mittlerweile um einiges größer geworden sein. Bekannt ist nur, dass die verwendete Datenbank bereits knapp 100 Millionen GByte an Speicher belegt und täglich geschätzte mehrere hunderttausend GByte dazukommen.
Bisweilen wurden die Inhalte in mehrere Schichten aufgeteilt, die wiederum in verschiedenen vorher definierten Zeitabständen aktualisiert wurden. Nachdem im Internet allerdings im Sekundentakt neue Inhalte hinzukommen, wird nun das weltweite Netz als solches in mehrere kleine Häppchen aufgeteilt, die durchgehend aktualisiert werden. Sinn des Ganzen ist es, die Suchergebnisse noch zeitnaher zu machen.
Matt Cutts erklärt die neue Vorgehensweise anhand eines schönen Vergleichs: So mussten Webseiten bislang etwa 20 Minuten auf den Bus warten. Nun warte beim Verlassen der Haustüre bereits eine Limousine. Die Limousine heißt bei Google Google File System 2 (kurz GFS 2).
Wie bereits eingangs erwähnt, habe sich am Suchalgorithmus nichts verändert. Tatsache ist allerdings, dass einige Webseiten Betreiber veränderte Rankings im Zuge der Umstellung festgestellt haben. Dies dürfte vor allem damit zusammenhängen, dass durch die verkürzten Indizierungsabstände immer mehr Informationen in den Index aufgenommen werden und sich auf diesem Weg die Suchergebnisse indirekt verändern. Besonders veraltete oder wenig aktuell gehaltene Webseiten dürften in diesem Zusammenhang von Ranking Verlusten betroffen sein.
Dabei haben bereits geringe Veränderungen große Auswirkungen auf den über die Google SERPs generierten Traffic. So bedeutet ein Abrutschen von Platz Eins auf Platz Zwei bereits eine Halbierung der Besucherzahlen. Die größte prozentuale Veränderung kann zwischen dem letzten Platz auf Seite Eins und dem ersten Platz auf Seite Zwei festgestellt werden. Gelingt hier der Sprung, kann mit einem 143prozentigen Anstieg des Traffics gerechnet werden.
Aktuelle Studien bestätigen zudem die Wichtigkeit eines Top Rankings: 68 Prozent der Suchmaschinen User interessieren sich nur für Links auf der ersten Seite. Ganze 92 Prozent davon konzentrieren sich lediglich auf die ersten drei Suchergebnisse.
Empfehlungen von SEOs
Damit negative Auswirkungen durch die Caffeine Umstellung umschifft werden können, raten SEO Experten zu den folgenden Maßnahmen:
1. SERPs beobachten
Um etwaige Veränderungen nicht zu übersehen, müssen die SERPs einer ständigen Kontrolle unterzogen werden. Nur wenn Veränderungen schnell und sicher erkannt werden, kann auch dementsprechend darauf reagiert werden.
2. Auf HTML5 umsteigen
Anfang Juni ließ Matt Cutts auf der SMX Advanced Search Conference verlauten, dass bei der Caffeine Umstellung nach Mitteln und Wegen gesucht wurde, das sogenannte HTML Parsing zu verbessern. Indirekt kann darauf geschlossen werden, dass wohl auch HTML5 damit gemeint war. Über die optimierte Struktur, welche beispielsweise zusätzliche Tags für Content-Typen und Navigation beinhaltet, kann die Suchmaschine die Webseite einfacher in Einzelteile zerlegen (prasen) und hinsichtlich der relevanten Inhalte auswerten.
3. Optimierung sozialer Signals
Laut Cutts sei ein weiterer sehr interessanter Aspekt von Google Caffeine die Möglichkeit, zusätzliche Informationen zu den indizierten Dokumenten zu speichern. Zu diesen Signals gehören unter anderem die Anzahl der Backlinks, oder aber die Ladezeit der Webseite. Zudem sind sich viele Experten darüber einig, dass künftig auch Signals aus sozialen Netzwerken eine große Rolle spielen werden, wie etwa Likes auf Facebook oder Links in Twitter.
4. PubSubHubbub verwenden
Googles Zukunftsvision ist klar: die Echtzeitsuche. In diesem Zusammenhang konnte durch Caffeine bereits eine 50prozentige Steigerung der Aktualität der Suchergebnisse erreicht werden. Vor allem durch die kürzlich erst eingeführte Integration von Facebook Statusnachrichten und aktuellen Tweets wird die Schwäche Googles für brandaktuelle Inhalte deutlich. Über das Protokoll PubSubHubbub können Webseiten Betreiber selbst dafür sorgen, dass neue Inhalte schneller bei Google eingespeist werden.
5. Alle Kanäle nutzen
Um optimale Ergebnisse erzielen zu können, müssen alle Kanäle der Universal Search abgedeckt werden. Der Fokus muss von den Textlinks auf Bilder, Videos, News und alle anderen beteiligten Formate ausgedehnt werden.
Wie so häufig kann also auch Google Caffeine als Chance und weniger als Bedrohung gesehen werden. Grundlage ist allerdings, dass man sich aktiv mit den neuen Themen auseinandersetzt und den Anschluss nicht verpasst.
Quelle: ibusiness

