Studie: Fast jeder Jugendliche im Internet
Der (N)ONLINER Atlas 2009, eine Studie der Initiative D21, erfasst mit insgesamt 30.000 Interviews die Nutzung bzw. die Nicht-Nutzung des Internets. Bereits zum neunten Mal wurde die Studie von TNS Infratest durchgeführt, wobei innerhalb von Kriterien wie etwa Geschlecht, Alter, Bildungsstand bzw. Beschäftigung und Einkommen unterscheidet. Zusätzlich werden Vergleiche der einzelnen Bundesländer, Regierungsbezirken und Ortsgrößenklassen angestellt. Dabei kann die so genannte „Generation Internet“ ihrem Namen alle Ehre machen. Bei den 14 bis 29 Jahre alten, sind nämlich 94,5 Prozent im Internet vertreten. Über die verschiedenen Kategorien hinweg konnte im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg der Internet Nutzung von 4 Prozentpunkten festgestellt werden, womit 69,1 Prozent der Bevölkerung nun online ist.Im Vorjahresvergleich konnte auch die Internet Nutzung der 14 bis 29jährigen ansteigen, 2008 lag der Anteil noch bei 91,3 Prozent. Im regionalen Vergleich dürfte es wenig verwunderlich sein, dass alle Stadtstaaten Deutschlands in den Top 5 vertreten sind. Platz Eins geht an die Stadt Bremen mit 74,2 Prozent an Internet Nutzung, auf dem zweiten Platz landet die Bundeshauptstadt Berlin (73,3). Bremen konnte im Bundesländervergleich auch den höchsten Anstieg verzeichnen (+ 8,1 Prozentpunkte). Auf dem dritten Platz findet sich mit 72,6 Prozent Baden-Württemberg wieder, gefolgt von Hamburg mit 72,3 Prozent. Die zweithöchste Steigerung geht auf die Kappe vom Saarland (+ 6,2 Prozentpunkte auf 63 Prozent) und konnte somit Thüringen (62,6 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (61,9 Prozent) und Sachsen Anhalt (60,7 Prozent) überholen. Bei den Internet (Nicht-)Nutzern ist darüber hinaus ein merklicher Unterschied zwischen Stadt und Land zu spüren. So liegt der Anteil der Internet Usern in kleinen Orten (weniger als 5.000 Einwohner) durchschnittlich bei 63,9 Prozent in Ballungsgebieten hingegen (mehr als 500.000 Einwohner) liegt der Schnitt bei 72,4 Prozent. Hinsichtlich der Altersgruppen konnte festgestellt werden, dass mehr als 80 Prozent der unter 50jährigen im Internet vertreten ist. Der größte Zuwachs geht allerdings an die 60 bis 69jährigen, die um 6,9 Prozentpunkte zulegen konnten (von 41,6 Prozent auf 48,5). Schlusslicht sind Menschen über 70. Hier sind nach wie vor nur 20 Prozent im Internet zu finden. Neben der bisher erwähnten Unterteilungen, wurde bei der Studie auch ein Auge auf Menschen, die einen eher einfache Ausbildung bzw. ein geringes Haushaltseinkommen (bis 1.000 Euro) besitzen. Hier konnte im Vorjahresvergleich ein überdurchschnittlicher Zuwachs auf 47 Prozent erreicht werden (+ 6,1 Prozentpunkte). Bei Menschen, die über ein Haushaltseinkommen von mehr als 3.000 Euro verfügen, sind knapp 90 Prozent auch online.

